in der DDR

1973 bekam - Dank der Indisch-Deutschen Freundschaftsgesellschaft - Gujjula die Möglichkeit, in der DDR Medizin zu studieren. An den Herder-Instituten in Leipzig und Freiberg erlernte er zunächst die deutsche Sprache und begann 1975 sein Studium der Humanmedizin an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität in Greifswald. Er setzte es von 1980 bis 1982 an der Humboldt-Universität in Berlin fort und beendete es 1982 als Diplommediziner. In seiner Studentenzeit beteiligte er sich an der Organisation des ISK (Internationales Studentenkomitee), er organisierte immer wieder solidarische Arbeitseinsätze zur Unterstützung der unterdrückten Bevölkerung in Chile, Peru und Südafrika.
Nach seinem Studium kam er 1982 nach Altlandsberg, wo er im Kreiskrankenhaus sein praktisches Pflichtjahr absolvierte und 1987 seine Facharztausbildung als Arzt für Innere Medizin absolvierte. Noch während der Facharztausbildung organisierte er Veranstaltungen gegen den Krieg im Nahen Osten, gegen die Apartheid und für die Freiheit Nelson Mandelas. Er war ein Kritiker des Wahlsystems in der DDR und wurde noch vor der Wende wegen eines kritischen Briefs, den er an die damalige SED-Führung schrieb, fristlos gekündigt. Nach kurzer Arbeitslosigkeit wurde er kurz vor dem Mauerfall als Arzt in der Ambulanz in Altlandsberg (im Rathaus) wieder eingestellt.